DMX-Lichtshow zur Musik mit einer Android-App
GrooveDMX ist eine Android-App, die als automatisches Lichtpult arbeitet. Das Handy oder Tablet wird über ein USB-DMX-Kabel oder Art-Net mit den Lampen verbunden, hört über das Mikrofon mit, erkennt Takt, Aufbau und Drop und erzeugt daraus in Echtzeit eine DMX-Lichtshow. Ein Lichtpult, ein Computer oder Internet sind nicht nötig.
Was du brauchst
- Ein Android-Handy oder -Tablet mit USB-Host (OTG). Aktuell wird nur Android unterstützt.
- Ein USB-DMX-Kabel mit FT232-Chip (erhältlich ab etwa 15 €) oder ein Art-Net-Interface im WLAN.
- DMX-fähige Lampen: Moving Heads, PAR-Strahler, LED-Leisten, Blitzer oder Nebelmaschinen.
- DMX-Kabel von Lampe zu Lampe (XLR, 3-polig). An die letzte Lampe gehört ein Abschlusswiderstand.
So geht es
- GrooveDMX aus dem Google Play Store installieren.
- Das USB-DMX-Kabel an das Handy und an die erste Lampe stecken, die übrigen Lampen in Reihe verbinden.
- An jeder Lampe den DMX-Modus und eine Startadresse einstellen, so dass sich die Adressen nicht überschneiden.
- In der App die Geräte anlegen: Rund 4.900 Geräteprofile von 144 Herstellern sind eingebaut. Startadresse eintragen, im Grundriss an ihren Platz im Raum ziehen.
- Show starten. Die App hört über das Mikrofon mit, egal woher die Musik kommt.
Was die Automatik macht
Die App teilt einen Titel in Abschnitte wie Intro, Groove, Aufbau, Drop und Break und wählt dazu passende Lichtbilder: Lauflichter durch den Raum, Bewegungen der Moving Heads, Farbstimmungen und im Drop Blitze. Wie hart sie zupackt, richtet sich nach dem Genre, etwa Techno, House, Pop, Schlager oder Hip-Hop.
Die Effekte richten sich nach der Stellung der Lampen im Raum, nicht nur nach ihrer Reihenfolge. Die Auswertung läuft vollständig auf dem Handy; Ton wird weder gespeichert noch übertragen.
Was es kostet
GrooveDMX ist kostenlos und steuert bis zu acht Geräte. Pro kostet einmalig 9,49 € über Google Play und bringt den eingebauten Player, die Geplante Intelligenz und beliebig viele Geräte. Für den gewerblichen Einsatz gibt es Club für einmalig 59,99 €. Es gibt kein Abo.
Grenzen
- Aktuell wird nur Android unterstützt, kein iPhone.
- USB-DMX-Interfaces mit verschlüsseltem Protokoll werden nicht unterstützt; Kabel mit FT232-Chip und Art-Net funktionieren.
- Die Show folgt dem, was das Mikrofon hört. In sehr lauten Räumen hilft es, das Handy nicht direkt vor einen Lautsprecher zu legen.
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Stand: Oktober 2026